Was wurde schon auf den Weg gebracht?

Hier finden Sie Informationen zu den bereits begonnenen Projekten und deren Entwicklungsstand. Bitte beachten Sie auch die Rubrik „Aktuelles“. Dort finden Sie Termine zu den laufenden Projekten. Sie sind als Bürgerinnen und Bürger der „Zenngrundallianz“ immer gerne dazu eingeladen. Machen Sie mit!

#heimatlandkreisfürth

#heimatlandkreisfürth – die neue Kampagne verbindet die
Menschen im Landkreis Fürth

Mit einer neuen Kampagne und einer dazugehörigen Homepage mit Blog will der
Landkreis Fürth das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger für die eigene Heimat
stärken. Das Projekt “#heimatlandkreisfürth” wird durch das Bayerische
Staatsministerium der Finanzen und Heimat gefördert. Den Startschuss gab Landrat
Matthias Dießl zusammen mit den Bürgermeistern der 14 Gemeinden am
Dreschmaschinenhaus in Ammerndorf.
“Wunderschöne Kultur- und Naturlandschaften, neue Attraktionen neben
traditionellen Sehenswürdigkeiten und Bräuchen, das alles findet man in unserem
Landkreis Fürth und das alles macht unsere Region zugleich unverwechselbar”,
sagte Landrat Matthias Dießl. Das Dreschmaschinenhaus in Ammerndorf des
örtlichen Heimatvereins sei ein solches Beispiel für gelebte Traditionen und
Heimatverbundenheit. “Mit der Kampagne #heimatlandkreisfürth wollen wir die
regionale Identität stärken”, betonte der Landrat, der sich beim Freistaat für die
großzügige Förderung bedankte.
Das Heimatministerium unterstützt den Landkreis Fürth mit 202.000 € über einen
Zeitraum von zweieinhalb Jahren.
“Bis 2022, dem Ende des Förderzeitraums, wollen wir mit verschiedenen Projekten
den Landkreis als attraktiven Lebensraum und Arbeitsstandort hervorheben”, sagte
Matthias Dießl. Auf der neuen zentralen Webseite, die unter heimat-landkreisfuerth.
de zu finden ist, sind Filme, Podcasts und Blogeinträge zu finden. Ergänzend
dazu sind weitere Projekte, Social Media-Aktionen und Events geplant. Die
Vorstellung der Kampagne war dafür der Auftakt. “Wir wollen das Bewusstsein der
Menschen für die Besonderheit ihrer Heimat stärken und damit ein „Wir-Gefühl“
schaffen”, verdeutlichte der Landrat.
Weitere Projekte sind im Rahmen des Förderprogramms in Planung: So soll es eine
“Heimat-Busfahrt” geben, die eine Erlebnis- und Erkundungstour zu den besonderen
Orten im Landkreis bietet. Beim “Job Shadowing” bekommen Schüler und Studenten
die Möglichkeit, einer berufstätigen Person über die Schulter zu schauen und deren
Arbeitsalltag in einem Unternehmen kennenzulernen.
Im Gespräch ist auch ein Magazin mit persönlichen, spannenden und vergessenen
Geschichten aus dem Landkreis Fürth. Zum Abschluss des Förderprogramms ist ein
Heimatfestival mit verschiedenen Themen rund um die Heimat geplant.
“Die traditionellen und modernen Merkmale, die das Profil einer Region bilden,
prägen die regionale Identität und unser Verständnis von Heimat. Und wo wir uns mit
den Besonderheiten einer Region identifizieren, da können wir uns auch zuhause
fühlen”, so Matthias Dießl.
Wer die neue Homepage heimat-landkreis-fuerth.de aufruft, wird mit den Worten
begrüßt: “Wir fühlen uns wohl in unserem #heimatlandkreisfürth”. Hier wird sichtbar,
was unseren Landkreis besonders macht. Der #heimatlandkreisfürth soll das
Bewusstsein stärken und zum Mitmachen einladen. Bürgerinnen und Bürger sind
dazu aufgerufen, mit diesem Hashtag Bilder, Videos und Beiträge in den sozialen
Medien zu teilen und damit zu zeigen, was sie an ihrer Heimat schätzen. ”Wir freuen
uns auf schöne Bilder und spannende Beiträge”, betonte Matthias Dießl.
Auf der Webseite dreht sich alles um unsere Heimat mit ihren 14 einzigartigen
Kommunen. Der Landkreis wird als Lebensraum, Arbeitsort und Freizeitregion
vorgestellt. Im Blog und im Podcast werden Geheimtipps, Geschichten und
Interviews von und mit Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis zu lesen und zu
hören sein.
Mit 308 Quadratkilometern Fläche ist der Landkreis Fürth zwar der flächenmäßig
kleinste Landkreis in Bayern, jedoch hat er viel zu bieten. Seine rund 118 000
Landkreisbewohner fühlen sich hier pudelwohl. “Und das nicht ohne Grund! Denn der
Landkreis Fürth hat eine Menge zu bieten”, wie es auf der Webseite heißt.
Wie der Landrat in Ammerndorf ausführte, sei der Begriff Heimat gar nicht so leicht
zu greifen. Für die einen sei Heimat das Elternhaus, für andere die lokalen
Köstlichkeiten, schöne Landschaften oder besondere Traditionen. Auch langjährige
Freundschaften und ein vertrautes Gefühl könnten für Heimat stehen.
“Deshalb möchten wir uns in den nächsten Monaten intensiv mit unserer Heimat
beschäftigen und nehmen alle Bürgerinnen und Bürger sowie alle Interessierte mit in
unseren Heimatlandkreis Fürth”, sagte der Landrat.
Zum Kampagnen-Auftakt äußerten sich auch etliche Gäste. Dr. Maike Müller-Klier
von der IHK Fürth betonte: “Der #heimatlandkreisfürth vereint wirtschaftlich-kulturelle
Möglichkeiten mit liebenswerten Lebensräumen – eine Heimat für jede
Lebensphase!“ Nach den Worten von Thomas Mörtel, Geschäftsführer der
Kreishandwerkerschaft Fürth, steht der #heimatlandkreisfürth “für Handwerksbetriebe
mit attraktiven Ausbildungs-und Jobangeboten vor Ort.“ Kreisheimatpfleger Dr.
Thomas Liebert wies daraufhin, dass es im #heimatlandkreisfürth “Tolles zu erleben
gibt: Bedeutende Orte der Geschichte und gemeinschaftliches Engagement.“
Nach dem Startschuss für die Kampagne präsentierte der Heimatverein Ammerndorf
am Dreschmaschinenhaus die Kunst des traditionellen Brotbackens. “Eine von vielen
Traditionen, die wir hier im Landkreis Fürth haben”, so Matthias Dießl.

 

 

 

Erlebnis-Homepage des Landkreis Fürth

„Schätze, die kein anderer hat.“

Start der neuen Seite www.erlebnis-landkreis-fuerth.de für alle, die Urlaub daheim machen und natürlich für unsere Gäste. Eine echte Erlebnisburg, nette Alpakas, virtuelle Geschichten, schöne Radtouren- das sind nur ein paar Highlights. Dazu gibt es interaktive Karten, Tipps zum Einkehren und Übernachten sowie die ÖPNV-Anbindung. Gleich mal reinklicken und entdecken.

 

Kultur vor dem Fenster/Kultur im kleinen Kreis

KVDF_Poster mit Lkr

Großveranstaltungen wie Konzerte, Festivals oder Kirchweihen wird es wegen der Corona-Krise auf absehbare Zeit nicht geben. Doch dank kreativer Konzepte wie „Kultur vor dem Fenster“ und „Kultur im kleinen Kreis“ ist Live-Kultur vor Publikum schon jetzt wieder möglich. Künstler können wieder auftreten, und zwar auf Privatgrund – vor Balkonen, in Hinterhöfen, Gärten und auch vor IHREM Fenster. Ab sofort ist dies auch im Landkreis Fürth möglich.

Wer dringend einmal Abwechslung braucht sucht sich einen Künstler, eine Band oder einen Auftritt aus und wir bringen Kultur vor Ihr Fenster. Die Künstler spielen exklusiv für Sie und Ihre Nachbarn oder Angehörige. Auf dem Portal www.kultur-vor-dem-fenster.de unter der Rubrik „Fürth Stadt und Land“ sind verschiedenste Musiker, Artisten, Schauspieler, Gaukler, Tänzer etc. vertreten. Gespielt wird vor Ein- und Mehrfamilienhäusern, in Innenhöfen, vor Altenheimen, Kindergärten, sozialen Einrichtungen, zu Geburtstagen, Festen, aus Freude, einfach mal so für gute Laune oder gegen den Frust.

 Natürlich werden dabei die entsprechenden Hygiene- und Abstandregeln eingehalten. Wichtig ist auch, dass sich alle Beteiligten an die aktuell geltenden Spielregeln für den Landkreis Fürth halten. Künstler aus dem Landkreis können sich über das Anmeldeformular auf der Homepage registrieren und dann gebucht werden. Die Preisverhandlungen führt der jeweilige Auftraggeber mit den Künstlern direkt.

Weitere Infos und alle Details finden Sie auf www.kultur-vor-dem-fenster.de. Nutzen Sie diese Gelegenheit und holen Sie sich ein Stück Kultur vor IHR Fenster.

Erstes Regionalbudget in der Zenngrund Allianz umgesetzt

Seit 2020 werden in der Zenngrund Allianz Kleinprojekte über das Regionalbudget gefördert. Im ersten Jahr erhielten 16 Projekte einen Zuschlag, davon fünf Projekte des TSV 1894 e.V. Langenzenn. Als erstes konnte eine neue, wassersparende Beregnungsanlage für den B-Platz der Fußballabteilung fertiggestellt werden. Der 1. Vorstand des Sportvereins Roland Schwarzott lobt das herausragende Engagement der Vereinsmitglieder bei der Umsetzung des Projektes. Trotz der zahlreichen Corona bedingten Auflagen haben sich rund 25 Spieler der 1. und 2. Mannschaft gefunden, um an drei Wochenenden etwa 400 Meter Wasserleitungen bis zur neuen Anlage zu verlegen. Anschließend wurde zudem der Rasen auf dem gesamten Platz neu angelegt. Roland Schwarzott bedankt sich im Namen der Vorstandschaft bei den Helfern für die gesamt rund 400 ehrenamtlich geleisteten Stunden.

Das Regionalbudget ist ein 2020 erstmals aufgelegtes Förderprogramm, bei dem der Zenngrund Allianz 100.000 € zur Förderung von Kleinprojekten zur Verfügung stehen. Gefördert werden Kleinprojekte bis zu einer Nettoinvestition von 20.000 €, welche den Zielen des integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) entsprechen. Möglich ist eine Förderung bis zu 80 % der Nettokosten, jedoch maximal 10.000 € pro Projekt. Antragsberechtigt sind neben den Gemeinden auch Vereine, Verbände, Privatpersonen sowie Unternehmen. Nach aktuellem Stand können im nächsten Jahr wieder Kleinprojekte in der Zenngrund Allianz gefördert werden, da der Region erneut 100.000 € zur Verfügung stehen werden. Der offizielle Projektaufruf hierfür erfolgt voraussichtlich Anfang 2021.

Ortsbesichtigung des neu angelegten B-Platzes von links nach rechts: Sebastian Wirth (Spielleitung 1. und 2. Mannschaft), Svenja Schäfer (Zenngrund Allianz), Patrick Pattaro (Kapitän 1. Mannschaft) und Roland Schwarzott (1. Vorstand TSV Langenzenn)
Regionalbudget beantragen

ILE-Zusammenschluss Zenngrund Allianz: Aufruf zur Einreichung von Förderanfragen für Kleinprojekte

Auf Grundlage des Bescheids des Amts für Ländliche Entwicklung Mittelfranken vom 13.12.2019 und den Finanzierungsrichtlinien Ländliche Entwicklung (FinR-LE) steht dem  ILE-Zusammenschluss Zenngrund Allianz für das Jahr 2020 ein Regionalbudget in Höhe von 100.000 EUR zur Verfügung. Die Förderung erfolgt nach den Bestimmungen der Maßnahme 10.0 Regionalbudget im Förderbereich 1 „Integrierte Ländliche Entwicklung“ (ILE) des Rahmenplans der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) in der jeweils geltenden Fassung.
Der ILE-Zusammenschluss Zenngrund Allianz ruft zur Einreichung von Förderanfragen für Kleinprojekte im Rahmen des Regionalbudgets auf. Dieser Aufruf umfasst ausschließlich Anfragen auf Förderung von Kleinprojekten, die unter Berücksichtigung

  • der Ziele gleichwertiger Lebensverhältnisse einschließlich der erreichbaren Grundversorgung, attraktiver und lebendiger Ortskerne und der Behebung von Gebäudeleerständen,
  • der Ziele und Erfordernisse der Raumordnung und Landesplanung,
  • der Belange des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes,
  • der Reduzierung der Flächeninanspruchnahme,
  • der demografischen Entwicklung sowie
  • der Digitalisierung

den Zweck verfolgen, die ländlichen Räume als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume zu sichern und weiterzuentwickeln. Kleinprojekte sind Projekte, deren förderfähige Gesamtausgaben 20.000 EUR nicht übersteigen. Hierbei handelt es sich um Nettoausgaben. Zu beachten ist, dass alle den Zweck der Förderung erfüllenden förderfähigen Nettoausgaben eines Projekts diese Höchstgrenze nicht überschreiten dürfen. Andernfalls kann ein Vorhaben nicht mehr als Kleinprojekt gewertet werden. In einem Aufruf kann pro Projekt nur ein Antrag eingereicht werden. Eine Aufteilung von Projekten zur Unterschreitung der förderfähigen Gesamtausgaben ist nicht zulässig.
Voraussetzungen: Gefördert werden nur Kleinprojekte in Ortschaften mit bis zu 10.000 Einwohnern (Erstwohnsitze), mit deren Durchführung noch nicht begonnen wurde. Der Abschluss eines der Ausführung zugrunde liegenden Liefer- und Leistungsvertrages ist dabei grundsätzlich als Beginn zu werten. Bei Vorhaben zur Förderung von wirtschaftlichen Tätigkeiten sind die Bestimmungen der EU-Verordnung Nr. 1407/2013 vom 18.12.2013 (De-minimis-Beihilfe Gewerbe) zu beachten.
Fördergegenstand: Förderfähig sind beispielsweise Kleinprojekte zur

  1. a) Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements,
  2. b) Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene,
  3. c) Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit,
  4. d) Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung,
  5. e) Umsetzung von dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen,
  6. f) Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung.

Das Kleinprojekt muss so rechtzeitig umgesetzt werden, dass der Durchführungsnachweis bis spätestens 01.10.2020 vorgelegt werden kann.
Zuwendungs- und Antragsberechtigte:

  1. a) Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts,
  2. b) natürliche Personen und Personengesellschaften.

Art und Umfang der Förderung: Die Zuwendung wird als Zuschuss im Wege der Anteilfinanzierung gewährt. Die tatsächlich entstandenen Nettoausgaben (Bruttoausgaben abzüglich Umsatzsteuer, Skonti, Boni und Rabatte) werden mit bis zu 80 % bezuschusst, maximal jedoch mit 10.000 EUR und unter Berücksichtigung der im privatrechtlichen Vertrag (siehe unten) festgelegten maximalen Zuwendung. Kleinprojekte mit einem Zuwendungsbedarf unter 500 EUR werden nicht gefördert.
Die gleichzeitige Inanspruchnahme von Zuwendungen aus anderen Förderprogrammen ist zulässig, soweit dies dort nicht ausgeschlossen ist. Eine zusätzliche Förderung über die FinR-LE oder die Dorferneuerungsrichtlinien zum Vollzug der Bayerischen Dorfentwicklungsprogramms (DorfR) ist nicht erlaubt. Ein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Die Zuwendung ist nicht auf Dritte übertragbar.
Antrags- und Auswahlverfahren:
Mit dem Regionalbudget können Kleinprojekte durchgeführt werden, die der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts dienen und im Gebiet des ILE-Zusammenschlusses liegen. Die Auswahl der Kleinprojekte erfolgt durch ein Entscheidungsgremium, das sich aus Vertretern regionaler Akteure zusammensetzt.
Kriterien zur Projektauswahl:

  • Gemeinnützigkeit, öffentlicher Nutzen
  • Überörtliche bzw. lokale Ausstrahlung
  • Nachhaltigkeit
  • Innovationsgehalt
  • partizipatorischer Ansatz
  • Demographischer Wandel

Alle eingereichten Projektanträge werden auf Einhaltung der Fördervoraussetzungen geprüft und anhand der genannten Auswahlkriterien bewertet. Aus der Bewertung aller Projekte entsteht die Reihenfolge der zu unterstützenden Projekte im Rahmen des zur Verfügung stehenden Regionalbudgets. Nach einer positiven Auswahlentscheidung wird ein privatrechtlicher Vertrag zwischen dem ILE-Zusammenschluss Zenngrund-Allianz und dem Träger des ausgewählten Kleinprojekts geschlossen, in dem die Umsetzungsmodalitäten geregelt werden.
Termine:           

– Abgabe der Förderanfragen spätestens am: 19.03.2020
– Spätester Termin der Abrechnung mit der verantwortlichen Stelle des ILE-Zusammenschlusses (Vorlage des Durchführungsnachweises): 01.10.2020
Antragsformular und Merkblatt mit ergänzenden Hinweisen:
de_minimis_erkl_antrag_gewerbe
m_de_minimis_beihilfen_gewerbe
reg_budget_foerderanfrage 
reg_budget_m_kleinprojekte

Weitere Informationen im Internet-Förderwegweiser des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) unter www.stmelf.bayern.de/foerderwegweiser (Link: Ländliche Entwicklung à Regionalbudget).

Anfragen auf Förderung sind an folgende Adresse zu richten:
Verantwortliche Stelle des ILE-Zusammenschlusses
Verwaltungsgemeinschaft Veitsbronn- Seukendorf
Nürnberger Str. 2
90587 Veitsbronn
Als Ansprechpartner steht zur Verfügung:
Svenja Schäfer                 schaefer@cima.de
Nicoletta Sebald              zenngrundallianz@mnet-mail.de  Tel: 09101 – 703 220

„Wege fit für die Zukunft“ - ILE-Gebiete „Biberttal-Dillenberg“ und „Zenngrund-Allianz“ erarbeiten gemeinsames Kernwegenetzkonzept

02.04.2019

Der Landkreis Fürth teilt sich im Rahmen der ländlichen Entwicklung in zwei kleinere, leistungsfähige Regionen: in die Kommunale Allianz Biberttal-Dillenberg im südlichen und in die Zenngrund-Allianz im nördlichen Landkreis. Eines der Handlungsfelder in beiden Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepten (ILEKs) widmet sich der Land- und Forstwirtschaft. Daher haben sich 13 Kommunen darauf verständigt, die Erarbeitung eines Kernwegenetzkonzeptes, also die Planungen für ein Netz wichtiger gemeindeübergreifender Verbindungen für den landwirtschaftlichen Verkehr, als ein Startprojekt gemeinsam anzugehen. Denn gerade die Landwirtschaft bildet für die Allianzgebiete eine tragende Säule und prägt das Landschaftsbild zu einem bedeutenden Teil.
Vergeben wurde der Auftrag zur Konzepterstellung an die Büros PLANWERK und TEAM 4. Die Planungen sollen in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken (ALE) als Fachbehörde sowie einer Lenkungsgruppe aus Vertretern der Kommunen, des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, des Bayerischen Bauernverbandes und des Landkreises Fürth sowie den ILEK-Umsetzungsbegleitungen durchgeführt werden.
Bei der ersten gemeinsamen Sitzung der Allianzen Anfang April in Obermichelbach haben die Kommunen die nächsten Schritte festgelegt. An die bereits laufenden Grundlagenerhebungen des Planungsbüros schließen sich im Juni vier kommunale Ortsrunden unter Beteiligung der lokalen Vertreter der Landwirtschaft und regionalen Verbände an, bei denen die möglichen Trassenführungen erarbeitet werden. Die Ergebnisse werden voraussichtlich bis Ende 2019 erwartet.
Hintergrund und Aufgabenstellung:
Durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft und die veränderten Mobilitäts- und Freizeitbedürfnisse haben sich die Anforderungen an das landwirtschaftliche Wegenetz geändert. Während die landwirtschaftlichen Maschinen immer schwerer, breiter und schneller werden, drängen Radfahrer und andere Freizeitnutzer sowie der regionale „Schleichverkehr“ auf die Wirtschaftswege. Der derzeitige Ausbauzustand vieler Wege ist diesen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Im Bereich der Kommunalen Allianzen soll daher untersucht werden, wie das vorhandene Hauptwegenetz ergänzt werden kann, mit dem Ziel, ein leistungsfähiges Kernwegenetz zu schaffen, das den Ansprüchen einer modernen Land- und Forstwirtschaft und dem Tourismus sowie dem Erhalt der Kulturlandschaft gleichermaßen gerecht wird. Es geht nicht darum, einzelne Flurstücke zu erschließen, sondern gemeindeübergreifend ein zukunftsfähiges Netz landwirtschaftlicher Hauptwirtschaftswege sicherzustellen. Um den Flächenverbrauch so gering wie möglich zu halten, wird mit einem strukturierten Vorgehen einem ungeordneten Wegebau entgegengewirkt und bevorzugt auf den bestehenden alten Trassen gebaut. Aus ökologischen und optischen Gesichtspunkten sind zudem Betonspurwege eine Option. Wichtig ist allen Kommunen und Beteiligten auch, den amtlichen Naturschutz von Beginn an aktiv in die Konzeptentwicklung einzubinden.

Planungsgesichtspunkte
Das Konzept soll eine Netzstruktur aufzeigen, die eine Maschendichte von ca. 1,5 bis 2 km aufweist. Alle übergeordneten Straßen, wie z.B. Staatsstraßen, Kreisstraßen und Gemeindeverbindungsstraßen, sind Teil dieses Wegenetzes. Die Wege sollen für Schwerlastverkehr geeignet sein und eine Fahrbahnbreite (Bitumen) von 3,5 m + Randstreifen aufweisen. Teil des Konzepts sollen außerdem Umsetzungsvorschläge in drei Kategorien sein (kurzfristig: 0 bis 10 Jahre, mittelfristig: 10 bis 25 Jahre und langfristig: mehr als 25 Jahre) sowie eine einfache Kostenabschätzung, das den Trägern der ländlichen Entwicklung als Rahmenplan für nachfolgende Investitionen in das Wegenetz der Region dient. Die möglichen Trassenführungen unter den oben genannten Vorgaben sollen gemeinsam mit den beteiligten Kommunen in Besprechungen vor Ort erarbeitet werden.
Umsetzung
Die anschließende Umsetzung kann über Bodenordnungsverfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz oder als Infrastrukturmaßnahme mit dem ELER-Förderprogramm ausgeführt werden. Nach den aktuellen Finanzierungsrichtlinien der Ländlichen Entwicklung ist die Planung und Herstellung von Feld- und Waldwegen förderfähig. In der Umsetzung kann jede Gemeinde jedoch selbst entscheiden, ob und welche Vorschläge der 1. Kategorie (kurzfristige Maßnahme) für einen Wegeausbau umgesetzt werden. Die Umsetzung hängt außerdem vom Thema Grunderwerb ab. Da dafür oft keine Fläche vorhanden ist, kann ein Bodenordnungsverfahren durchgeführt werden, bei dem die Gemeinde Grundstücksbereiche entlang des Kernweges durch Tausch oder Verkauf erwirbt. Dabei kann das Amt für Ländliche Entwicklung Unterstützung leisten.
Zeitlicher Horizont
Mit der Fertigstellung des Kernwegekonzeptes ist bis Ende 2019 bzw. Anfang 2020 zu rechnen. Der frühestmögliche Verfahrensstart (=Umsetzungsbeginn) ist 2020/21 zu erwarten. Für die Umsetzung wird ein Zeitraum von mehreren Jahren veranschlagt, je nach Dauer der Grunderwerbsphase und Abstimmung der Finanzierung.

Projekt „FabLab Landkreis Fürth“
In etlichen Städten gibt es sie schon, die sogenannten FabLabs. Kurz vor Weihnachten eröffnete das erste Fabrikationslabor im Landkreis Fürth in der Mittelschule Veitsbronn seine Türen. Das FabLab ist Werkstatt, 3D-Druckerei, Experimentierfeld und High-Tech-Labor zugleich. In zwei Räumen der Mittelschule befinden sich verschiedenste Maschinen, die es Tüftlern ermöglichen, fast alles selbst herzustellen. Egal ob es um das Bedrucken eines T-Shirts oder um Arbeiten an einer CNC-Fräse geht, imFabLab ist all dies möglich. Eine „Lounge“ mit Sitzecke, Sofa und Küche schafft zudem Gemütlichkeitund lädt zum Verweilen ein. So ist es nicht verwunderlich, dass die Mitgliederzahl des Vereins inzwischen auf fast 100 Personen gestiegen ist. Von Ingenieuren über IT-Spezialisten, Lehrern und Graphikern bis hin zu Auszubildenden aus den Bereichen Mechanik und Elektrik/ Elektronik ist alles vertreten und die Tür stehe für jeden Interessenten offen, so der 1. Vorstand Jochen Vogl. „Das FabLab ist ein faszinierender, kreativer Ort, an dem ungemein viele Ideen umgesetzt werden. Besonders erfreulich ist auch, dass diebisherigen Schulräume weiterhin eine lebendige und sinnvolle Nutzung erfahren können“, soVeitsbronns 1.Bürgermeister Marco Kistner. Für Schulklassen ist das Fabrication Laboratory ein interessantes Exkursionsziel. Die Werkstatt ist für Schüler ideal, um unterschiedliche technische Bereiche kennenzulernen und verschiedene Techniken auszuprobieren. „Mit dem FabLab wurde nicht nur eine Werkstatt geschaffen. Es kann vielmehr ein generationsübergreifender Treffpunkt entstehen, ein Ort an dem Jung und Alt zusammenarbeiten und soziale Interation gelingen kann“, so Landrat Matthias Dießl. Das EU-Förderprogramm LEADER hat das Projekt FabLab im Entstehungsprozess samt Umbau und Ausstattung mit einem Zuschuss in Höhe von ca. 34.500 Euro gefördert. LEADER unterstützt besonders innovative und regional wirksame Ideen im Landkreis Fürth, die ein besonders hohes Maß an Bürgerengagement und Vernetzung aufweisen. Das Projekt konnte von einer Förderrate von 70 Prozent profitieren, da durch die Zusammenarbeit mit dem FabLab in Neustadt/Aisch eine besonders hohe Vernetzung erzielt werden konnte. (Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
Projekt „Lehmtage im Zenngrund“
Die Regionale Bildungslandschaft Wald Langenzenn möchte zusammen mit dem Umweltbildungsnetzwerk „draußenSein“ eine Veranstaltung in einer ortsansässigen Tongrube als sogenannte„Lehmtage“ anbieten, diese etablieren und wenn möglich jährlich durchführen. Mögliche Aktivitäten rund um den Rohstoff Lehm sind z.B. Lehmflechtwände gestalten, Lehmziegel formen oder Lehmkartoffeln backen. Die Teilnehmer sollen dabei spielerisch das Material, das auch heute noch Bestandteil vieler unserer Dachziegel ist, näher kennenlernen und ganz nebenbei etwas über die heimatkundliche Bedeutung und die geologischen Eigenheiten dieser Keuperschichten erfahren. Die Ziegelei Wienerberger und die Ziegelei Walther-Jakobi würden ihr Gelände bzw. Materialien für eine Auftaktveranstaltung im Jahr 2018 zur Verfügung stellen. Zum Projekt gehören die umwelt- und erlebnispädagogische Begleitung, die Organisation und die Ausstattung der Veranstaltung. Das angeschaffte Werkzeug, diverse Ausstattungsgegenstände und das Konzept sollen dauerhaft bei der Durchführung von zukünftigen „Lehmtagen“ zum Einsatz kommen. Für die Durchführung der Auftaktveranstaltung 2018 fallen einmalig Honorarkosten für eine umweltpädagogische Begleitung und Hilfskräfte an. (Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
Projekt „Mühlenerlebnis im Zenngrund“

Entlang der Zenn und ihrer Nebenflüsse existieren viele z.T. ehemalige Mühlen. An dem 43,5 km langen Fluss und seinen Zuflüssen sind 51 Mühlenstandorte bekannt. Die Mühlen wurden zum Mahlen von Getreide, als Säge-, Walk-, Loh- und Gipsmühle benutzt. Auf bereits bestehenden Wegen sollen verschiedene Mühlenrundwege bzw. -radwege gestaltet werden. Im Zenngrund sind viele Mühlen vorhanden, die mit Hilfe von Infotafeln den Besuchern näher gebracht werden sollen. Mühlen, die bereits in der Vergangenheit abgetragen worden sind, sollen mittels dieser Informationstafeln wieder „lebendig“ werden. Es wird Wissen über die speziellen Mühlenarten und Wissen zu Mühlen allgemein vermittelt. Die Schilderkonzepte sollen vor den jeweiligen Mühlen im Zenngrund in Wilhermsdorf, Langenzenn, Seukendorf und Veitsbronn stehen. Eine Besichtigung der Mühlen ist vorerst nicht vorgesehen. Um das Thema weiter zu beleben, existieren folgende Überlegungen, das Projekt mit Heimatmuseen und mit Führungen zu verknüpfen, Mühlentage im Zenngrund abzuhalten oder Aktionstage für Kinder („Von der Entwicklung des Korns bis zum Mehl“, „Unterschiedliche Mehlsorten“, „Mühlen selbst bauen“) durchzuführen. Die Webseite der Allianz wird über die gemeinsamen Projekte, Wander- und Radrouten informieren und zu den jeweiligen Gemeinden Verknüpfungen enthalten.

(Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)