Was wurde schon auf den Weg gebracht?

Hier finden Sie Informationen zu den bereits begonnenen Projekten und deren Entwicklungsstand. Bitte beachten Sie auch die Rubrik „Aktuelles“. Dort finden Sie Termine zu den laufenden Projekten. Sie sind als Bürgerinnen und Bürger der „Zenngrundallianz“ immer gerne dazu eingeladen. Machen Sie mit!

„Wege fit für die Zukunft“ - ILE-Gebiete „Biberttal-Dillenberg“ und „Zenngrund-Allianz“ erarbeiten gemeinsames Kernwegenetzkonzept

02.04.2019

Der Landkreis Fürth teilt sich im Rahmen der ländlichen Entwicklung in zwei kleinere, leistungsfähige Regionen: in die Kommunale Allianz Biberttal-Dillenberg im südlichen und in die Zenngrund-Allianz im nördlichen Landkreis. Eines der Handlungsfelder in beiden Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepten (ILEKs) widmet sich der Land- und Forstwirtschaft. Daher haben sich 13 Kommunen darauf verständigt, die Erarbeitung eines Kernwegenetzkonzeptes, also die Planungen für ein Netz wichtiger gemeindeübergreifender Verbindungen für den landwirtschaftlichen Verkehr, als ein Startprojekt gemeinsam anzugehen. Denn gerade die Landwirtschaft bildet für die Allianzgebiete eine tragende Säule und prägt das Landschaftsbild zu einem bedeutenden Teil.
Vergeben wurde der Auftrag zur Konzepterstellung an die Büros PLANWERK und TEAM 4. Die Planungen sollen in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken (ALE) als Fachbehörde sowie einer Lenkungsgruppe aus Vertretern der Kommunen, des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, des Bayerischen Bauernverbandes und des Landkreises Fürth sowie den ILEK-Umsetzungsbegleitungen durchgeführt werden.
Bei der ersten gemeinsamen Sitzung der Allianzen Anfang April in Obermichelbach haben die Kommunen die nächsten Schritte festgelegt. An die bereits laufenden Grundlagenerhebungen des Planungsbüros schließen sich im Juni vier kommunale Ortsrunden unter Beteiligung der lokalen Vertreter der Landwirtschaft und regionalen Verbände an, bei denen die möglichen Trassenführungen erarbeitet werden. Die Ergebnisse werden voraussichtlich bis Ende 2019 erwartet.
Hintergrund und Aufgabenstellung:
Durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft und die veränderten Mobilitäts- und Freizeitbedürfnisse haben sich die Anforderungen an das landwirtschaftliche Wegenetz geändert. Während die landwirtschaftlichen Maschinen immer schwerer, breiter und schneller werden, drängen Radfahrer und andere Freizeitnutzer sowie der regionale „Schleichverkehr“ auf die Wirtschaftswege. Der derzeitige Ausbauzustand vieler Wege ist diesen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Im Bereich der Kommunalen Allianzen soll daher untersucht werden, wie das vorhandene Hauptwegenetz ergänzt werden kann, mit dem Ziel, ein leistungsfähiges Kernwegenetz zu schaffen, das den Ansprüchen einer modernen Land- und Forstwirtschaft und dem Tourismus sowie dem Erhalt der Kulturlandschaft gleichermaßen gerecht wird. Es geht nicht darum, einzelne Flurstücke zu erschließen, sondern gemeindeübergreifend ein zukunftsfähiges Netz landwirtschaftlicher Hauptwirtschaftswege sicherzustellen. Um den Flächenverbrauch so gering wie möglich zu halten, wird mit einem strukturierten Vorgehen einem ungeordneten Wegebau entgegengewirkt und bevorzugt auf den bestehenden alten Trassen gebaut. Aus ökologischen und optischen Gesichtspunkten sind zudem Betonspurwege eine Option. Wichtig ist allen Kommunen und Beteiligten auch, den amtlichen Naturschutz von Beginn an aktiv in die Konzeptentwicklung einzubinden.

Planungsgesichtspunkte
Das Konzept soll eine Netzstruktur aufzeigen, die eine Maschendichte von ca. 1,5 bis 2 km aufweist. Alle übergeordneten Straßen, wie z.B. Staatsstraßen, Kreisstraßen und Gemeindeverbindungsstraßen, sind Teil dieses Wegenetzes. Die Wege sollen für Schwerlastverkehr geeignet sein und eine Fahrbahnbreite (Bitumen) von 3,5 m + Randstreifen aufweisen. Teil des Konzepts sollen außerdem Umsetzungsvorschläge in drei Kategorien sein (kurzfristig: 0 bis 10 Jahre, mittelfristig: 10 bis 25 Jahre und langfristig: mehr als 25 Jahre) sowie eine einfache Kostenabschätzung, das den Trägern der ländlichen Entwicklung als Rahmenplan für nachfolgende Investitionen in das Wegenetz der Region dient. Die möglichen Trassenführungen unter den oben genannten Vorgaben sollen gemeinsam mit den beteiligten Kommunen in Besprechungen vor Ort erarbeitet werden.
Umsetzung
Die anschließende Umsetzung kann über Bodenordnungsverfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz oder als Infrastrukturmaßnahme mit dem ELER-Förderprogramm ausgeführt werden. Nach den aktuellen Finanzierungsrichtlinien der Ländlichen Entwicklung ist die Planung und Herstellung von Feld- und Waldwegen förderfähig. In der Umsetzung kann jede Gemeinde jedoch selbst entscheiden, ob und welche Vorschläge der 1. Kategorie (kurzfristige Maßnahme) für einen Wegeausbau umgesetzt werden. Die Umsetzung hängt außerdem vom Thema Grunderwerb ab. Da dafür oft keine Fläche vorhanden ist, kann ein Bodenordnungsverfahren durchgeführt werden, bei dem die Gemeinde Grundstücksbereiche entlang des Kernweges durch Tausch oder Verkauf erwirbt. Dabei kann das Amt für Ländliche Entwicklung Unterstützung leisten.
Zeitlicher Horizont
Mit der Fertigstellung des Kernwegekonzeptes ist bis Ende 2019 bzw. Anfang 2020 zu rechnen. Der frühestmögliche Verfahrensstart (=Umsetzungsbeginn) ist 2020/21 zu erwarten. Für die Umsetzung wird ein Zeitraum von mehreren Jahren veranschlagt, je nach Dauer der Grunderwerbsphase und Abstimmung der Finanzierung.

Projekt „Bürger fahren Bürger“ – Das Bürgermobil Wilhermsdorf
In der LAG ist das erste Projekt erfolgreich umgesetzt worden: Seit Oktober gibt es in Wilhermsdorf das Bürgermobil mit dem sich insbesondere ältere sowie in der Mobilität eingeschränkte Menschen beispielsweise zum Arzt oder Einkaufen fahren lassen können, das aber auch von jungen Familien bzw. Personen aus Haushalten mit nur einem Auto genutzt werden kann. Die Fahrer sind ehrenamtlich im Einsatz. Zur Anschaffung des Fahrzeugs erhält die Gemeinde Geld aus dem LEADER-Topf. Im kommenden Jahr soll zudem in Veitsbronn ein weiteres Bürgermobil an den Start gehen. Beide Ge- meinden arbeiten dabei in einer Kooperation zusammen. Zum Zeitpunkt der offiziellen Einweihung hat das Bürgermobil bereits die ersten 500 Kilometer zurückgelegt – an 33 Einsatztagen wurden im Oktober 165 Fahrten mit 212 Fahrgästen durchgeführt. „Man habe somit 212 Menschen helfen können“, sagte Bürgermeister Uwe Emmert. Wie der Landrat und 1. Vorstand vorrechnete, übernahm LEADER 30 Prozent der förderfähigen Kosten – rund 10.800 Euro. „Den Löwenanteil hatte natürlich dennoch die Gemeinde zu tragen“, sagte Matthias Dießl. „Und wenn man dann noch beziffern würde, was die Arbeitszeit der Ehrenamtlichen kosten würde, dann wäre so ein Projekt wohl kaum realisierbar“. Aber genau dafür sei LEADER: „Vor Ort sollen neue Prozesse angeschoben und unterstützt werden“, betonte der Landrat. (Quelle: https://www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2016.pdf)
Projekt „FabLab Landkreis Fürth, Veitsbronn“
Im Landkreis Fürth entsteht aus einer privaten Initiative in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Veitsbronn und weiteren Landkreisgemeinden, dem Landkreis Fürth, der Wirtschaft und den Schulen ein FabLab. Im Mai 2016 wurde der gemeinnützige Verein FabLab Landkreis Fürth i.G. gegründet. Hier begegnen sich Menschen, die Lust auf Neues und Kreatives haben: Im Verein haben sich Ingenieure, IT-Spezialisten, Techniker, Lehrer, Graphiker, Sanitärfachleute, Gemeindevertreter und Auszubildende aus den Bereichen Mechanik und Elektrik/ Elektronik zusammengeschlossen, um mit Ihrem Wissen zu experimentieren. Für den Werkstattbereich und Kommunikationstreffpunkt werden im Rahmen des Projektes u.a. Geräte und Werkzeuge (Lasercutter, 3D-Drucker, Schneidplotter,…), Rechner (für Maschinen), Mobiliar (Tische, Stühle, Küche, Sofa, Spinte) angeschafft. Das mit rund 45.000€ veranschlagte Teilprojekt des Kooperationsprojekts (Zusammenarbeit mit FabLab Aischgrund) mit einer Förderrate von 70% wird mit 31.500€ bezuschusst, wie im 4. Steuerkreis beschlossen wurde. (Quelle: https://www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2016.pdf)
Projekt „HofladenB@X Franken“

Anfang November haben die beiden Unternehmerinnen Birgit Wegner und Mareike Schalk auf dem Oberasbacher Spargelhof Peter ihr Projekt, die HofladenB@X, vorgestellt. Mit der HofladenB@X soll ein Online-Marktplatz entstehen, der Lebensmittel direkt vom Erzeuger zum Endkunden vermittelt. Der Fokus liegt dabei auf regional erzeugten Produkten direkt aus dem Landkreis Fürth sowie Produkten aus der Metropolregion, sofern diese nicht ausreichend im Landkreis vorhanden sind. Beidem Treffen erfolgte die „Grundsteinlegung“ für das Projekt: Der Programmierauftrag wurde an einNürnberger Unternehmen vergeben. „Es gibt mittlerweile viele Direktvermarkter im Landkreis Fürth. Das Angebot ist vielfältig. Und doch wünschen sich viele Verbraucher regionale Produkte unter einer Adresse zu finden, anstatt von Hofladen zu Hofladen fahren zu müssen“ so Landrat Matthias Dießl und weiter: „Mit Ihrer Idee des Lieferservices greift der Online-Marktplatz dieses Thema auf und bietet ein attraktives Angebot sowohl für die Direktvermarkter als auch für die Verbraucher. Die Förderung der Regionalwirtschaft durch Kooperation ist eines der vier Entwicklungsziele der LEADER-Region. Es ist daher sehr erfreulich, einProjekt aus diesem Bereich fördern zu können.“

„Das Angebot der HofladenB@X soll den wöchentlichen Einkauf von Grundnahrungsmitteln – vergleichbar mit dem Einkauf auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen – aber auch den sporadischen Einkauf von Spezialitäten oder Geschenkideen abdecken“, sind sich Birgit Wegner und Mareike Schalk einig. Ziel ist es dabei nicht, eigene Produkte zu verkaufen, sondern eine Plattform zu erstellen, die auch die kleinsten regionalen Erzeuger nutzen können. Die LEADER Region verfolgt das Ziel, innerhalb der regionalen Wirtschaftskreisläufe regionale Wert- schöpfung zu generieren und die hiesigen Unternehmen und Betriebe dabei zu unterstützen, Kooperationen, strategische Allianzen und Partnerschaften einzugehen. Das wachsende Bedürfnis der Verbraucher nach Qualität und regionaler Herkunft ist dabei ein zentraler Ansatzpunkt, der verstärkt genutzt werden soll. Durch die Nähe zu den Großstädten Fürth, Nürnberg und Erlangen ergeben sich zusätzliche Absatzchancen. Das Projekt passt gut in die „Lokale Entwicklungsstrategie“ der Region, inder bereits 2014 ein „Direktvermarktermobil“ als Startprojekt verankert wurde. Die Idee, einen Solchen mobilen Hofladen einzurichten, stammte aus der Feder des Bauernverbandes und des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, konnte aber bis dato nicht umgesetzt werden. Das Konzept der HofladenB@X GbmH, die Lieferung zu organisieren und das Ganze mit einer Onlinebestellung zu verknüpfen, greift den Gedanken nun auf und sorgt für eine zeitgemäße Umsetzung. Die Vernetzung steht dabei im Vordergrund: Bei der Entstehung des Konzeptes wurde das Regional- management und die Wirtschaftsförderung des Landkreises Fürth sowie die Initiative Gutes aus dem Fürther Land eingebunden. Auch ein Austausch mit dem Bundesverband und der Regionalbewegung e. V. Feuchtwangen hat stattgefunden. (Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
Projekt „Mahnmal Veitsbronn“
Ebenfalls im Juli 2017 fand die Eröffnung einer Veitsbronner Erdbunkeranlage aus dem zweiten Weltkrieg als Mahnmal statt. Nachdem der Bunker in den 1960er Jahren aus Sicherheitsgründen zugeschüttet wurde, hatte die Gemeinde Veitsbronn auf Anregung des Gemeindeheimatpflegers den Bunkerein- gang wieder freilegen lassen. Für die Bewahrung dieses bedeutenden, historischen Erbes standen Fördergelder der LEADER Region Landkreis Fürth in Höhe von ca. 25.000 Euro zur Verfügung. „Von der Eröffnung des Erdbunkers Veitsbronn als Mahnmal geht ein wichtiges Signal aus. Er veran- schaulicht, in welcher schlimmen Situation sich die Menschen während des Zweiten Weltkrieges auch bei uns befanden“, so Landrat Matthias Dießl. „Es ist wichtig, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und sie aufzuarbeiten oder um es mit den Worten von Helmut Kohl zu sagen: Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“ Das EU-Förderprogramm LEADER unterstützt besonders innovative und regional wirksame Ideen im Landkreis Fürth, die ein besonders hohes Maß an Bürgerengagement aufweisen. Mit dem Erhalt ei- nes regional einzigartigen Kriegsmahnmals wird das historische Erbe der Region bewahrt, ein Beitrag zur Weitergabe von national bedeutsamen Wissen geleistet und die Tourismusinfrastruktur ausgebaut. Der Veitsbronner Heimat- und Geschichtsverein will Wissen nicht nur erhalten, sondern auch mit Leben füllen. Bei Veranstaltungen werden lokale und regionale Akteure wie Betroffene, Zeitzeugen, Familien oder Schulklassen mit eingebunden. Insbesondere für den Norden des Landkreises stellt das Projekt einen Baustein zum Ausbau der kul- turell-historischen Landschaft dar. Das Mahnmal ist über Rad- und Wanderwege erreichbar und erhöht deren Erlebnisqualität. „Der Gemeinde war es wichtig, zusammen mit dem Bunker die histori- sche Bedeutung von Veitsbronn aufzuwerten. Das unterirdische Mahnmal wurde entsprechend informativ gestaltet und mit Aufenthaltsmöglichkeiten ausgestattet, um Besucher zum Verweilen undvor allem zum Nachdenken einzuladen“, so Bürgermeister Marco Kistner. (Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
Projekt „Bürger fahren Bürger“ – Anruf-Bürger-Shuttle Veitsbronn
Anfang Juli 2017 ist in Veitsbronn außerdem das Anruf-Bürger-Shuttle (ABS) gestartet. Es verkehrtunter dem Motto „Bürger fahren Bürger“ zwischen Veitsbronn und den Ortsteilen Siegelsdorf, Bernbach, Kagenhof, Kreppendorf, Raindorf und Retzelfembach. Zielgruppe sind insbesondere ältere Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Aus dem Fördertopf der LEADER Region Land- kreis Fürth e.V. fließen 30 % Unterstützung in die Anschaffung eines Spezialfahrzeugs, eines Logos für die Initiative, eines Informationsfolders, einer Webseite zu Informationszwecken, des Aufdrucks des Bürgermobils und in das Fahrsicherheitstraining für die Fahrer. Zur ersten offiziellen Fahrt kamen der örtliche LEADER-Vereinsvorsitzende, Landrat Matthias Dießl, Veitsbronns Bürgermeister Marco Kistner, LEADER-Managerin Anne Kratzer, Bürgermeister aus dem Landkreis und Kreisräte. Der Landrat betonte, dass das EU Förderprogramm LEADER besonders inno- vative und regional wirksame Ideen im Landkreis unterstütze, die ein hohes Maß an Bürgerengagement aufwiesen. Dazu gehört auch die Veitsbronner Initiative des ABS. Das Konzept wurde gemein- sam mit der Marktgemeinde Wilhermsdorf entwickelt, wo bereits seit Oktober 2016 ein ebenfalls geförderter Bus fährt. Bürgermeister Marco Kistner hob drei besondere Aspekte zum Gelingen des Projektes hervor: Die Unterstützung des gesamten Gemeinderates, der intensive Austausch mit Wilhermsdorf zur Konzeptoptimierung und die von Anfang an gegebene behindertengerechte Aus- stattung des Fahrzeugs. Die Gründung des „Bürgerbusvereins Veitsbronn“ im September 2015 hatte zum Ziel, über ein ver- stärktes ehrenamtliches Engagement der Bevölkerung genügend ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer zu akquirieren, um einen ganztägigen Betrieb des ABS an allen Wochentagen (Montag bis Samstag) zu gewährleisten. Die Idee war, die Anbindung zwischen Hauptort und Ortsteilen zu verbes- sern. Das Rückgrat des Bürgermobils sind die motivierten, ehrenamtlichen Fahrer, die sich um Fahrten und Fahrdienstleitung kümmern. Mittlerweile teilen sich 16 Fahrer den Einsatz, die alle ein Fahrsicherheitstraining absolviert haben. Im Bus stehen neun Sitzplätze zur Verfügung. Die Schiebetür ist leicht zu öffnen und auch von Rollstuhlfahrern einfach zu bedienen. (Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
Projekt „FabLab Landkreis Fürth“
In etlichen Städten gibt es sie schon, die sogenannten FabLabs. Kurz vor Weihnachten eröffnete das erste Fabrikationslabor im Landkreis Fürth in der Mittelschule Veitsbronn seine Türen. Das FabLab ist Werkstatt, 3D-Druckerei, Experimentierfeld und High-Tech-Labor zugleich. In zwei Räumen der Mit- telschule befinden sich verschiedenste Maschinen, die es Tüftlern ermöglichen, fast alles selbst her- zustellen. Egal ob es um das Bedrucken eines T-Shirts oder um Arbeiten an einer CNC-Fräse geht, imFabLab ist all dies möglich. Eine „Lounge“ mit Sitzecke, Sofa und Küche schafft zudem Gemütlichkeitund lädt zum Verweilen ein. So ist es nicht verwunderlich, dass die Mitgliederzahl des Vereins inzwischen auf fast 100 Personen gestiegen ist. Von Ingenieuren über IT-Spezialisten, Lehrern und Graphikern bis hin zu Auszubilden- den aus den Bereichen Mechanik und Elektrik/ Elektronik ist alles vertreten und die Tür stehe für jeden Interessenten offen, so der 1. Vorstand Jochen Vogl. „Das FabLab ist ein faszinierender, kreati- ver Ort, an dem ungemein viele Ideen umgesetzt werden. Besonders erfreulich ist auch, dass diebisherigen Schulräume weiterhin eine lebendige und sinnvolle Nutzung erfahren können“, soVeitsbronns 1.Bürgermeister Marco Kistner. Für Schulklassen ist das Fabrication Laboratory ein inte- ressantes Exkursionsziel. Die Werkstatt ist für Schüler ideal, um unterschiedliche technische Bereiche kennenzulernen und verschiedene Techniken auszuprobieren. „Mit dem FabLab wurde nicht nur eine Werkstatt geschaffen. Es kann vielmehr ein generationsüber- greifender Treffpunkt entstehen, ein Ort an dem Jung und Alt zusammenarbeiten und soziale Integ-ration gelingen kann“, so Landrat Matthias Dießl. Das EU-Förderprogramm LEADER hat das Projekt FabLab im Entstehungsprozess samt Umbau und Ausstattung mit einem Zuschuss in Höhe von ca. 34.500 Euro gefördert. LEADER unterstützt besonders innovative und regional wirksame Ideen im Landkreis Fürth, die ein besonders hohes Maß an Bürgerengagement und Vernetzung aufweisen. Das Projekt konnte von einer Förderrate von 70 Prozent profitieren, da durch die Zusammenarbeit mit dem FabLab in Neustadt/Aisch eine besonders hohe Vernetzung erzielt werden konnte. (Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
Projekt „Einrichtung und Ausstattung multifunktionaler Gemeinschaftstreff“
Durch die Einrichtung und Ausstattung eines multifunktionalen Gemeinschafts- und Veranstaltungs- saals in Seukendorf schaffen die Gemeinde und die evangelische Kirchengemeinde einen Treffpunkt für Bürger, Vereine und Gäste mit lokalen und überörtlichen Veranstaltungen. Der gemeinschaftliche Veranstaltungsbereich mit großem und kleinen Saal, Foyer, Empore und Außenanlagen soll, unterstützt durch LEADER-Fördermittel, multifunktional mit Veranstaltungsequipment ausgestattet wer- den. Mithilfe von Beschilderung wird der Treff sowohl im Ort sichtbar gemacht und auf Attraktionen im Ort/in der Region hinweisen. Außerdem wird das Angebot über einen Informationsflyer bekannt gemacht. Die Räumlichkeiten entstehen im Rahmen eines Städtebauförderungsprojektes in einem rückwärtigen Saalanbau an das Gemeindehaus in Seukendorf. Das denkmalgeschützte Gemeindehaus Seukendorf bildet zusammen mit der Kirche und dem ebenfalls denkmalgeschützten Pfarrhaus ein herausragendes Ensemble im Ortskern. (Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
Projekt „Lehmtage im Zenngrund“
Die Regionale Bildungslandschaft Wald Langenzenn möchte zusammen mit dem Umweltbildungsnetzwerk „draußenSein“ eine Veranstaltung in einer ortsansässigen Tongrube als sogenannte„Lehmtage“ anbieten, diese etablieren und wenn möglich jährlich durchführen. Mögliche Aktivitäten rund um den Rohstoff Lehm sind z.B. Lehmflechtwände gestalten, Lehmziegel formen oder Lehmkar- toffeln backen. Die Teilnehmer sollen dabei spielerisch das Material, das auch heute noch Bestandteil vieler unserer Dachziegel ist, näher kennenlernen und ganz nebenbei etwas über die heimatkundliche Bedeutung und die geologischen Eigenheiten dieser Keuperschichten erfahren. Die Ziegelei Wienerberger und die Ziegelei Walther-Jakobi würden ihr Gelände bzw. Materialien für eine Auftaktver- anstaltung im Jahr 2018 zur Verfügung stellen. Zum Projekt gehören die umwelt- und erlebnispäda- gogische Begleitung, die Organisation und die Ausstattung der Veranstaltung. Das angeschaffte Werkzeug, diverse Ausstattungsgegenstände und das Konzept sollen dauerhaft bei der Durchführung von zukünftigen „Lehmtagen“ zum Einsatz kommen. Für die Durchführung der Auftaktveranstaltung 2018 fallen einmalig Honorarkosten für eine umweltpädagogische Begleitung und Hilfskräfte an. (Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
Projekt „Traditionelle und handwerkliche Hausbrauerkultur im Landkreis Fürth“

Das Brauhaus in Langenzenn soll instand gesetzt und gedämmt werden, sodass neben den etablier- ten Vereinstreffen und Brauvorgängen auch im Winterhalbjahr regelmäßig Besucher in den Räum- lichkeiten empfangen werden können. 1910 gab es in Langenzenn noch fünf Brauereien. Die letzte Langenzenner Brauerei, die Adler Brauerei Hauck am Prinzregentenplatz, schloss 1974 ihre Pforten.Unter dem Namen „Lahma Bräu“ („Lahma“ = Fränkisch für Lehm) wurde die Brautradition in Langenzenn 2012 wiederbelebt, mit dem Ziel, mittelfristig eine Hobbybraustätte entstehen zu lassen. DerVerein fand Platz im „Alten Milchhaus“ in Langenzenn. Ziel des Projektes soll es sein, bei öffentlichen Veranstaltungen Bier herzustellen sowie Führungen und Kurse anzubieten. Im Gegensatz zu den gro- ßen Braustätten kann hier die Bierherstellung sehr anschaulich demonstriert und gezielt auf dasThema „Hausbrauerkultur“ eingegangen werden. Zu diesem Zweck soll auch die Ausstattung derRäumlichkeiten verbessert werden, z.B. durch verschiedene Gerätschaften, mit denen sich der historische Brauvorgang veranschaulichen lässt. Im Brauhaus sollen außerdem Ausstellungen zur Ge- schichte der (Haus-)Brautradition stattfinden und das Angebot regional und überregional besser vermarktet werden.

(Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
Projekt „Garten der Hoffnung in Puschendorf“
Die Diakonie-Gemeinschaft Puschendorf e.V. verfügt über ein weitläufiges Gelände, das sowohl von den Bewohnern des Alten- und Pflegeheims und deren Besuchern, als auch von den Gästen des Gästehauses und den Besuchern der Veranstaltungen in der Halle genutzt wird. Das Gelände ist durch Rollstuhl- und Rolatorgerechte Wege gut erschlossen. Westlich der Halle und des Schwesternhauses ist ein ruhiges Gelände, in dem auf einer Fläche von etwa 1.700 qm ein „Garten der Hoffnung“ ent- stehen soll. Geplant ist, ein geführter Weg mit vier jeweils abgeschlossenen, jedoch inhaltlich aufei- nander aufbauenden Stationen. Die Besucher sollen eingeladen werden, sich durch die jeweiligen Stationen mit ihren Skulpturen und kurzen Texten inspirieren zu lassen, zur Ruhe zu kommen und evtl. auch zum Gebet zu finden. Die Stationen laden ein zum Besuch allein oder in Gruppen. Die Themen der vier Stationen wurden von einer 5-köpfigen Vorbereitungsgruppe erarbeitet. Die Ar- beitsgruppe besteht aus drei Mitgliedern der DG und zwei Theologen. Die Themen sind: Sehnsucht –Aufbruch – Loslassen – Ankommen. Für diese letzte und größte Station ist ein Gemeinschaftsplatz vorgesehen. (Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
Projekt „Mühlenerlebnis im Zenngrund“

Entlang der Zenn und ihrer Nebenflüsse existieren viele z.T. ehemalige Mühlen. An dem 43,5 km langen Fluss und seinen Zuflüssen sind 51 Mühlenstandorte bekannt. Die Mühlen wurden zum Mahlen von Getreide, als Säge-, Walk-, Loh- und Gipsmühle benutzt. Auf bereits bestehenden Wegen sollen verschiedene Mühlenrundwege bzw. -radwege gestaltet werden. Im Zenngrund sind viele Mühlen vorhanden, die mit Hilfe von Infotafeln den Besuchern näher gebracht werden sollen. Mühlen, die bereits in der Vergangenheit abgetragen worden sind, sollen mittels dieser Informationstafeln wieder „lebendig“ werden. Es wird Wissen über die speziellen Mühlenarten und Wissen zu Mühlen allgemein vermittelt. Die Schilderkonzepte sollen vor den jeweiligen Mühlen im Zenngrund in Wilhermsdorf, Langenzenn, Seukendorf und Veitsbronn stehen. Eine Besichtigung der Mühlen ist vorerst nicht vorgesehen. Um das Thema weiter zu beleben, existieren folgende Überlegungen, das Projekt mit Heimatmuseen und mit Führungen zu verknüpfen, Mühlentage im Zenngrund abzuhalten oder Aktionstage für Kinder („Von der Entwicklung des Korns bis zum Mehl“, „Unterschiedliche Mehlsorten“, „Mühlen selbst bauen“) durchzuführen. Die Webseite der Allianz wird über die gemeinsamen Projekte, Wander- und Radrouten informieren und zu den jeweiligen Gemeinden Verknüpfungen enthalten.

(Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
Projekt „Kulturscheune Langenzenn“
Das Kulturhof-Areal liegt im Innenstadtbereich von Langenzenn. Das Gelände umfasst verschiedene Baukörper, die einen Innenhof umschließen. Die Alte und die Neue Scheune an der Alten Zennstraße sollen zu einem städtischen Gebäude mit kultureller Nutzung umgebaut werden. In den Abendstun- den ist eine kulturelle Nutzung geplant. Allen voran möchte die Hans-Sachs-Spielgruppe die Räume für Aufführungen sowie Probenbetrieb nutzen. Aber auch ein Gastspielbetrieb mit Schauspiel und Musik in vielfältigen Variationen ist geplant. Tagsüber soll das Gebäude durch die örtliche Volkshoch- schule genutzt werden, die durch die laufende Ausweitung des Ganztagsunterrichts an den Schulen tagsüber zunehmend in Raumnot gerät. Alle Veranstaltungen besitzen einen öffentlichen Charakter. Die Sanierung des Gebäudes erfolgt über die Stadt Langenzenn und über die Städtebauförderung, die Ausstattung über LEADER. Angeschafft werden sollen eine Garderobe, die Bestuhlung, die Ausstat- tung für einen Umkleide- und Schminkraum, eine Theke sowie eine Küche, Ton- und Video- und Beleuchtungstechnik. (Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
„Unterstützung Bürgerengagement“ durch Einrichtung einer Waagensammlung
In den letzten zehn Jahren sammelte der VHGV Gebrauchsgegenstände aus früheren Epochen. Nachdem die bestehenden Räume im Veitsbad zu eng geworden waren, stellte die Gemeinde dem Verein ein Gebäude im Ortsteil Retzelfembach zur Verfügung. Das Gebäude diente früher als Viehwaage und stand lange Zeit leer. Da sich unter den gesammelten Gegenständen viele Waagen befanden, ent- stand die Idee, hier eine Waagensammlung zu errichten. Inzwischen stehen weit über 100 Waagen aus verschiedenen Epochen zu Verfügung. Von der kleinsten Handbriefwaage bis zur Viehwaage für Schweine und Rinder ist alles vertreten. Der VHGV beabsichtigt nun, die Sammlung für die Öffent- lichkeit zugänglich zu machen. Um das Projekt realisieren zu können, werden im Rahmen des Pro-jekts „Unterstützung Bürgerengagement“ 15 Regale bezuschusst. Da die gesamte Einrichtung ehren- amtlich erstellt und betrieben wird, unterstützt das Projekt die Einbindung von Bürgern und Verei- nen. Für interessierte Bürgerinnen und Bürgern wird die Ausstellung in regelmäßigen Abständen geöffnet sein. Gruppen und insbesondere Schulklassen können nach Vereinbarung die Exponate be- sichtigen. Führungen sind ehrenamtlich und kostenlos. Die Bullaugen, die an der Außentür in verschiedenen Höhen angebracht werden, ermöglichen es zudem, sich auch außerhalb der Öffnungszei- ten einen Eindruck von der Ausstellung zu verschaffen. (Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
„Unterstützung Bürgerengagement“ durch Ausstattung eines Repair-Cafés
Der Initiativkreis für ein Repair-Café in Wilhermsdorf möchte das Reparieren als Alternative zum Wegwerfen fördern und dazu beitragen, Elektroschrott zu reduzieren. Zu diesem Zweck hat eine Gruppe engagierter Bürger ein „Repair-Café“ eingerichtet. In Zusammenarbeit mit dem Seniorenbei- rat des Marktes Wilhermsdorf soll ein kleiner Beitrag für den Umweltschutz und gegen die verbreitete Wegwerfmentalität geleistet werden. Das Repair-Café findet 1 x monatlich im Bürgersaal statt. Bürger können mit ihren defekten Gegenständen hierher kommen, um sie hier vor Ort, wieder in Ordnung zu bringen. Hilfe erhalten die Bürger durch ehrenamtliche Helfer mit Fachwissen zu defekten Haushaltsgegenständen, elektrischen Haushalts-Kleingeräten, Spielsachen und Fahrrädern, die während der Treffen als Reparaturexperte dabei sind. Außerdem übernehmen Ehrenamtliche bei den Treffen die Rolle des Gastgebers. Sie sorgen für Kaffee und Tee, heißen die Besucher willkommen und sind Ansprechpartner sowohl für die Besucher als auch für die Reparateure. Reparaturen erfol- gen grundsätzlich kostenlos. Der Aufruf richtet sich an alle Haushalte, v.a. aber an Senioren und Sin- gles. Der finanzielle Basisaufwand für Werkzeuge, Tischleuchten, Prüfgeräte und Plakate könnte über„Unterstützung Bürgerengagement“ mit gut 400 Euro unterstützt werden. Bereits im September fandein erfolgreicher Testlauf statt. Erfreulicherweise konnte schon bei der Premiere bewiesen werden,dass die meisten Gegenstände reparabel sind. (Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
„Unterstützung Bürgerengagement“ durch Installation eines Lernortes an der St.-Wolfgangsquelle
Das Quellareal in Puschendorf hat mit seinen am Rand gelegenen Kalksinterquellen, die einmalig für ganz Mittelfranken sind, einen großen ökologischen Wert. Bereits Ende 2016/Anfang 2017 hat die Gemeinde die Renaturierung des mittigen und eigentlich als St.-Wolfgangs-Quelle bekannten Quell- laufs vorgenommen. Das Quellschutzprojekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz und dem Landkreis Fürth umgesetzt. Das Quell- und Schichtwasser soll sich selbst über- lassen werden und in Form eines Bachlaufes abfließen und nicht künstlich gestaut oder gesammelt werden. Die Quelle hat zudem als Pilgerort einen historischen Wert für Puschendorf (St.-Wolfgangs- wege).In Kooperation der beteiligten Akteure soll die Quelle mithilfe von Informationstafeln erlebbar gemacht werden. Im Quellbereich werden zwei Tafeln errichtet, die zum einen auf die geschichtliche Bedeutung hinweisen und zum anderen auf die ökologische Bedeutung der Quellfassung. Am Quellenweg, wo eine kleine Park- und Haltebucht am Waldrand den Eingang zur Quelle markiert, soll eine weitere Hinweis- oder Übersichtstafel errichtet werden, um auf die unscheinbare Zuwegung hinzu- weisen. Auch der Bahnhof, wo die meisten Besucher ankommen, erhält eine solche Tafel. Eine weitere Tafel soll die Quelle in die örtlichen und überörtlichen Wander- und Radwege einbinden. Die gleichen Hinweisschilder sollten am Dorfplatz in der Nähe der St. Wolfgangs-Kirche errichtet werden. Um die Quelle queren zu können und den Wanderwegen weiter zu folgen, sollen im Bachlauf gut begehbare Trittsteine verlegt werden, um die Natürlichkeit der Landschaft zu erhalten. Im Umfeld der Quelle soll zudem eine Sitzbank errichtet werden, die voraussichtlich aus einem vorhandenen Baumstamm gearbeitet wird, um ebenfalls die Natürlichkeit der Umgebung zu erhalten. Der Heimatverein plant spezielle Führungen zur Geschichte der Quelle durchzuführen und das Areal in den nächsten Jahren zu einem besonderen Treffpunkt zu entwickeln. Die Maßnahme wird im September 2018 fertiggestellt. (Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
„Unterstützung Bürgerengagement“ durch Ausstattung eines Dorfgemeinschaftshauses
Dürrnfarrnbach, ein kleiner Ortsteil des Marktes Wilhermsdorf, gibt es bereits seit 800 Jahren. Der- zeit hat das Dorf 58 Einwohner. Im Jahr 2013 wurde die seit Jahren beantragte und angestrebte Dorferneuerung genehmigt. Ein Projekt im Rahmen dieser Maßnahme ist das Dorfgemeinschafts- haus, was bereits im Rohbau steht und an dessen Innenausbau derzeit gearbeitet wird. Für das Dorfhaus benötigen die Bürger des Ortes noch eine Küche, welche durch die Initiative finanziert und eingebaut werden soll. Das Engagement der Bürger für die Gemeinschaft in dem kleinen Ort ist sehr groß. Gemeinsame ehrenamtliche Tätigkeiten der Dorfgemeinschaft sind z.B. die Dekoration des Dorfplatzes mit Blumenschmuck, das gemeinsame Osterkronen Binden, Feldgeschworenentätigkeiten, Landfrauenarbeit, Freiwillige Feuerwehr sowie die Aktivitäten des Vereins für Kultur und Gewäs- serpflege. Viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit (Stand Dez. 2016: 18 Arbeitstage, 854,5 Mannstun- den und 48 Maschinenstunden) wurden zudem in Eigenleistung bereits in das Dorfhaus investiert. Um die Gemeinschaft im Dorf zu fördern und vor allem auch um den Wegzug der jungen Generation zu vermeiden und den Ort als Lebensmittelpunkt interessant zu gestalten, sind im Gemeinschafts-haus Spieleabende, Fernsehabende mit „Kino Flair“, ein Jugend- und ein Seniorentreff neu geplant. Auch bei der Ausrichtung der Vereinsfeste (Dorffest, Pizzafest, traditionelles Karpfenessen, Advents- zauber, gemeinsames Singen auf dem Dorfplatz an Silvester), organisiert durch den Verein für Kultur und Gewässerpflege Dürrnfarrnbach e.V., benötigt das Haus noch eine Einbauküche.Die Umsetzung ist für 2017 geplant. Die Einweihung soll Anfang 2018 mit einer Veranstaltung gefeiert werden. (Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
Naturwissenschaften erleben: „Unterstützung Bürgerengagement“ durch Bau einer mehrstufigen Rakete

Der Pluskurs Satellitengeographie oder kurz „Satgruppe“ ist eine Gruppe aus 24 Jugendlichen, die unter der Leitung des ehemaligen Betreuungslehrers Herrn Volker Huntemann, und dem aktuellen Lehrer Herrn Hans Wurl auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. So ist die Satgruppe mit fast 25 Jahren Bestehen mittlerweile die älteste schulische Arbeitsgemeinschaft Bayerns, und es ist noch kein Ende in Sicht. Denn jedes Jahr nehmen die Mitglieder erfolgreich an zahlreichen Wettbewerben teil, zum Beispiel Jugend Forscht oder dem VDE-Wettbewerb, bei denen allein letztes Jahr ein erster Preis und einen Sonderpreis gewonnen werden konnte. Weiterhin ist das Wolfgang-Borchert- Gymnasium Langenzenn GLOBE-Schule und Partnerschule des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt. Das Ziel der Satgruppe und des Bürgerengagements besteht vor allem darin, Kindern und Jugendlichen Naturwissenschaften erlebbar zu machen. Denn trotz des für praktische Experimente zeitlich leider oft zu knappen Unterrichts sind Schüler so in der Lage, ihre erlernten Kenntnisse in die Praxis zu übertragen. Außerdem möchten wir somit eine Art „Anpack-Kultur“ etablieren und Schülern zeigen, dass jeder einzelne von ihnen die Möglichkeit hat, unsere Welt zu verändern und die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, indem sie ihre Erfindungen zum Beispiel bei Jugend Forscht vorstellen können – vollkommen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem sozialen Stand oder dem Gehalt der Eltern. Im aktuellen Projekt baut die „Satgruppe“ eine mehrstufige Rakete mit einer Ma- ximalflughöhe von ca. 1.500 Metern. Sie steuert sich autonom auf einer vorgegebenen Flugbahn, wobei sie sich anhand der einfallenden Radiosignale mehrerer Bodenstationen orientiert und geortet werden kann. Während des gesamten Fluges werden Umweltdaten gesammelt, die anschließend am Boden ausgewertet werden können. Die Maßnahme wird im August 2018 fertiggestellt.

(Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)
„Unterstützung Bürgerengagement“ durch die Einrichtung eines Klassenzimmers im Wald
Die Schüler einer achten Klasse der Mittelschule Langenzenn (Ganztagesklasse) sollen ab dem Schuljahr 2017/2018 ein Jahr lang einen Tag pro Woche Schulunterricht im Wald erhalten. Hierfür werden spezielle Schulmaterialien und eine besondere Ausstattung benötigt. Die Klasse soll nach Möglichkeit zu jeder Jahreszeit an den trockenen und windstillen Tagen mindestens drei Tage im Monat in den Wald gehen und dort lernen. Wichtige Leitziele der Waldpädagogik sind ein gutes Mensch-Wald- Verständnis, ein gutes Mensch-Mensch-Verständnis sowie ein verantwortungsbewusst handelndes Mensch-Wald-Verständnis. Folgende Themenbereiche sollen die Schüler im Wald bearbeiten: Ge- meinsam etwas erleben (Hütte bauen, Nachtwanderung, Lagerfeuer, Waldtag im Juli 2018 für 55 Klassen gestalten und durchführen), Regeln einhalten (auf dem Weg und im Wald), Berufe in der Forstwirtschaft kennen lernen (Baumfällen beobachten, kranke Bäume erkennen und Baumhöhe bestimmen oder Bepflanzung des Waldes), Aufgaben und Verantwortung des Jäger, Baum- und Pflanzenarten erkennen, unterscheiden und bestimmen, Vögel, Tiere und Insekten (und deren Spu- ren) beobachten und bestimmen können, Tier- und Pflanzenzuordnungsspiel herstellen, Spiele in der freien Natur (Bestimmungsspiele, Bewegungsspiele usw.), Umgang mit Werkzeugen (Säge, Hammer, Nagel) sowie Durchführung einer Pflanzaktion. Außerdem kann durch die Maßnahmen ein praxisna- her Unterricht im Wald (Mathematik, Deutsch, PCP, GSE, Kunst) stattfinden. Für die besonderen Lerneinheiten im Wald soll der Klasse u.a. ein Bollerwagen, ein Kanister, eine Feuerschale sowie Sitz- kissen, Klemmbretter, Lupen und Arbeitshandschuhe zur Verfügung gestellt werden. (Quelle: www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/SG04/LEADER/Dokumente/Jahresbericht_2017.pdf)