Maßnahmen & Projekte

Überörtliche Maßnahmen & Projekte

Für jedes Handlungsfeld werden nun – exemplarisch – übergemeindliche Initialprojekte bzw. Maßnahmen vorgeschlagen, die einen Beitrag dazu leisten können, die o.a. Entwicklungsziele zu erreichen bzw. gemeinsam in der ILE-Region umzusetzen. Sie sollen nachhaltig wirken, das heißt, dass die Projekte sich auch dann tragen sollen, wenn die Förderung dafür ausläuft.

Wichtig ist auch, dass zumindest manche der Projekte bereits möglichst frühzeitige Erfolge erzielen. Nur so kann die Akzeptanz auch in der Bevölkerung und ein beständiges Mitma- chen erreicht werden.

Grundsätzlich sind alle Bereiche der Daseinsvorsorge geeignet für eine interkommunale Zusammenarbeit.

Es zeigt sich jedoch, dass zu kleinteilige Themen wie z.B. die Nahversorgung im Einzelhandel des örtlichen Bereichs aufgrund Konkurrenzen zwischen den Kommunen nicht gut funktionieren. Das Gleiche gilt für harte Themen wie Abstimmung in der Flächen- / Siedlungsentwicklung. Dennoch werden hier partnerschaftliche Umsetzungsmaßnahmen formuliert.

In nachfolgenden Tabellen sind die Projekte / Maßnahmen gelistet, die damit verfolgten Ziele sowie die notwendigen (ersten) Umsetzungsschritte definiert sowie die beteiligten Kommunen, benötigten Akteure und mögliche Förderkulissen aufgezeigt. Die konkreten Fördermöglichkeiten müssen dann noch im Detail im Zuge der Projektentwicklung geklärt werden.

Die in nachfolgenden Tabellen orange markierten Projekte wurden von den Bürgermeistern der Zenngrund-Allianz gemeinsam als vorrangig umzusetzende „Schlüssel- oder Startprojekte“ priorisiert.

Bevor diese themenbezogenen Projekte jedoch angefangen werden können ist als erste Maßnahme eine gemeinsame Umsetzungsbegleitung zu installieren (siehe Punkt 7.17).

 

Handlungsfeld A: Wohnen, Ortsgestalt und Siedlungsentwicklung

Das Handlungsfeld zielt darauf ab:

  • Bewusstsein der Bewohner auf Ortsmitten fokussieren
  • Identifikation mit den Orten stärken
  • Bestärkung der Ortsmitten – Einzelhandel, Dienstleistung, Gemeinschaftshäuser, Märkte
  • generationenfreundliche Gestaltung der Orte
  • Alt werden im Ort durch verschiedene Wohnraumangebote
  • Wohnqualität für die Bewohner stärken
  • barrierefreies Bewegen im öffentlichen Raum und bei Zugängen zu wichtigen / öffentlichen Einrichtungen

Handlungsfeld B: Gesundheit & (Nah-) Versorgung

Das Handlungsfeld zielt darauf ab:

  • mobile Anbindung an medizinische Versorgung zu gewährleisten;
  • Einzelhandelsangebote aufzuteilen;
  • nachfrageorientierte Versorgungsangebote zu schaffen.

Handlungsfeld C: Soziales Leben und Kultur

Das Handlungsfeld zielt darauf ab:

  • soziale Sicherung für Jung und Alt zu bieten;
  • die Kinderbetreuungsangebote zu vernetzen;
  • die Jugendangebote (Treffpunkte) auszubauen;
  • gemeindeübergreifende Vereine (Gesang / Theater) zu etablieren;
  • das vorhandene Marktangebot zu sichten und bekannt zu machen, mit regionalen Angeboten anzureichern und das Umfeld zu attraktivieren;
  • das Kulturangebot zu stabilisieren;
    Theateraufführungen an historischen Orten / mobiles Theater („Zenngrundtheater“) zu etablieren
  • die fränkischen Ess- und Trinkkultur wiederzubeleben;
  • die Kommunikation und Kooperation zu fördern für eine Verbesserung des gemeinschaftlichen Gemeindelebens;
  • Neubürger in die Dorfgemeinschaft/ ins Vereinsleben zu integrieren.

 

Handlungsfeld D: Kulturlandschaft, Naturschutz und erneuerbare Energien

Das Handlungsfeld zielt darauf ab:

  • historisches Erbe und Besonderheiten zu sichern, zu pflegen und weiterzugeben
  • dabei zukunftsfähige Nutzungen und neue Energieformen zu integrieren
  • das Natur- und Freizeiterlebnis zu stärken

Handlungsfeld E: (Aus-)Bildung und Arbeiten, Wirtschaft und Landwirtschaft /Agrarstruktur

Das Handlungsfeld zielt darauf ab:

  • die Arbeitsplätze vor Ort langfristig zu sichern;
  • regionale landwirtschaftliche Produkte zu bündeln und gemeinsam zu vermarkten (Fleisch/Angus-Rind, Eier, Spargel, Karpfen, Milch, Bio-Produkte);
  • regionale Spezialtäten vermarkten (Schlachtschüssel);
  • Vermarktung der garten- und landwirtschaftlichen Produkte zu fördern;
  • Kooperationen bei der Gewerbeentwicklung zu erzielen;
  • das regionale Handwerk zu stärken;
  • das vorhandene Potential auch dem Nachwuchs wei- terzugeben und so die Region für junge Leute attraktiv zu halten.

Handlungsfeld F: Freizeit und Tourismus

Das Handlungsfeld zielt darauf ab:

  • Vereine zu stärken und besser miteinander zu vernetzen;
  • Rad- und Wanderwegenetz ausbauen;
  • Gäste in die Orte rein zu holen / Interesse zu wecken;
  • für unterschiedliche Übernachtungsgäste Angebote bereitzustellen (potentielle Gäste der Region: Familien, Messegäste, Monteure – Kurzurlaub);
  • Digitalisierung und Nutzung aller neuen Medienkanäle verstärken.

 

Handlungsfeld G: Verkehr und Mobilität

Das Handlungsfeld zielt darauf ab:

  • bessere und bedarfsgerechte interne ÖPNV-Anbindung;
  • Sonderlinien zu Veranstaltungen zu erhalten;
  • gute Anbindung der Ortsteile an die Hauptorte zu gewährleisten;
  • eine verbesserte Anbindung an die umliegenden Städte zu erreichen;
  • geeignete Mobilitätsangebote zu sozialen Einrichtungen zu erhalten und auszubauen.

Entwicklungskonzept Digitale Zenngrund-Allianz

Örtliche Maßnahmen & Projekte

Da das ILEK neben der interkommunalen Zusammenarbeit in der Region im Bereich der Ländlichen Entwicklung auch Grundlage bildet für die Förderung von konkreten Projekten die durch andere / weitere Fördermaßnahmen der Ländlichen Entwicklung unterstützt werden können, werden diese auch anschließend noch für jede einzelne ILE-Gemeinde aufgeführt.

Wichtig ist hierbei, dass die in der ILE erarbeiteten Entwicklungsziele und -strategien auch auf örtlicher Ebene gelten und zur Lösung von lokalen Problem- und Aufgabenstellungen beitragen.

Hier gilt es weiterführend den jeweilig geeigneten Instrumenten- und Fördereinsatz mit dem ALE abzustimmen.

Puschendorf - örtliche Projekte

Bereits im Zeitraum zwischen 1960 und 1967 wurde in Puschendorf eine Flurbereinigung durchgeführt. Folgende künftige Maßnahmen wurden im Rahmen des ILEK für Puschendorf herausgearbeitet:

Obermichelbach - örtliche Projekte

Im Rahmen einer einfachen Dorferneuerung (2010) wurde der Ortskern in Obermichelbach saniert und ein Dorfgemeinschaftshaus mit Brotbackofen geschaffen. Aktuell besteht in Obermichelbach kein Bedarf an einem Flurbereinigungsverfahren. Folgende Maßnahmen wurden im Rahmen des ILEK für Obermichelbach und die Ortsteile Untermichelbach und Rothenberg herausgearbeitet:

Langenzenn - örtliche Projekte
  • Die erste Flurbereinigung im Langenzenner Stadtgebiet erfolgte zwischen 1924 und 1926 in Kirchfembach und in Heinersdorf Lohe dann zwischen 1959 und 1962. Von 1984 bis 1998 wurden in Langenzenn sowie den Ortsteilen Horbach, Keidenzell, Kirchfembach und Laubendorf Flurerneuerungen sowie Dorferneuerungen durchgeführt. 1985 erfolgten in Langenzen zwei Baulandumlegungen;
  • In Heinersdorf erfolgte zwischen 1996 und 2005 eine Dorferneuerung;
  • der Hauptort Langenzenn ist in der Stästbauförderung;
  • Folgende Maßnahmen wurden im Rahmen des ILEK für die StadtLangenzenn und ihre Ortsteile herausgearbeitet:

Seukendorf - örtliche Projekte

Ziele und Handlungsfelder:

  • In den Seukendorfer Ortsteilen Taubenhof (1999-2000) und Hiltmannsdorf (2006 -2007) wurden bereits Flur- neuordnungen durchgeführt.
  • Folgende Maßnahmen wurden im Rahmen des ILEK für die Gemeinde Seukendorf und ihre Ortsteile her- ausgearbeitet:

Tuchenbach - örtliche Projekte
  • In Tuchenbach wurde bereits zwischen 1920 und 1922 eine Flurneuordnung durchgeführt.
  • Folgende Maßnahmen wurden im Rahmen des ILEK  für Tuchenbach herausgearbeitet:

Veitsbronn - örtliche Projekte
  • Zwischen 1958 und 1961 erfolgte in Veitsbronn eine erste Flurneuordnung. In Orsteil Raindorf fand von 1985 bis 2006 eine Dorferneuerung sowie eine Flurneuordnung statt.
  • Folgende Maßnahmen wurden im Rahmen des ILEK für das Gemeindegebiet von Veitsbronn herausgear- beitet:

Wilhermsdorf - örtliche Projekte
  • In den Wilhermsdorfer Orsteilen Dippoldsberg, Katterbach und Kirchfarrnbach erfolgten zwischen 1969 bis 1977 Flurneuordnungen. Im Hauptort Wilhermsdorf selbst dann von 1975 bis 1985;
  • Flurneuordnung und Dorferneuerung erfolgte im Ortsteil Meiersberg in den 1970iger Jahren.Seit 2013 läuft in Dürrnfarrnbach eine Dorferneuerung;
  • der Hauptort Wilhermsdorf ist in der Städtebauförderung;
  • Folgende Maßnahmen wurden im Rahmen des ILEK für den Markt Wilhermsorf und seine Ortsteile herausgearbeitet: