Das ILEK

Anlass und Ziele

Der Landkreis Fürth hat unter der Federführung seines Regionalmanagements eine Lokale Entwicklungsstrategie (LES) konzipiert. Diese erste differenzierte Aufarbeitung von Stärken und Schwächen des Landkreises und einer Ableitung von Entwicklungs- und Handlungszielen, ermöglichte im März 2015 die erfolgreiche Teilnahme an dem europäischen Förderprogramm LEADER, welches der wirtschaftlichen Stärkung ländlicher Räume dient.

Aufbauend auf der Lokalen Entwicklungsstrategie, haben sich die Gemeinden im nördlichen Landkreis Fürth zur „Zenngrund Allianz“ und die Gemeinden im südlich Teil des Landkreises Fürth zur kommunalen Allianz „Biberttal-Dillenberg“ zusammengeschlossen.

Hierbei gehören Langenzenn, Wilhermsdorf, Veitsbronn, Puschendorf, Seukendorf, Tuchenbach und Obermichelbach zur „Zenngrund Allianz“ und Ammerndorf, Cadolzburg, Großhabersdorf, Oberasbach, Roßtal und Stein zur Allianz „Biberttal-Dillenberg“.

Neben der fachlichen Auseinandersetzung mit der Region, durch Planer, sind vor allem Bürger anzusprechen und zu aktivieren, um die geplanten Maßnahmen langfristig zu sichern.

Das ILEK

Vorgehen

Die Erarbeitung des ILEK ist in eine Grundlagen-, Beteiligungs- und eine Abschlussphase gegliedert.

Die Grundlagenphase dient vor allem dazu, Potentiale (Stärken) und Defizite (Schwächen) der Gemeinden und der Region aufzudecken und in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den Bürgermeistern lokale Besonderheiten sowie erste Ziele und Leitideen herauszufiltern. Darüber hinaus werden im Zwischenbericht Chancen und Risiken für die Region aufgezeigt, die potentielle Bereiche für ein Entwicklungskonzept andeuten.

Die Beteiligungsphase zeichnet sich durch einen hohen Austausch von Informationen zwischen den einzelnen Akteuren aus. Die Phase beginnt mit einer Auftaktveranstal- tung in jeder Gemeinde, um den Bewohnern Anlass und Ziele eines ILEK zu erläutern, lokale und regionale Stärken und Schwächen zusammenzutragen und deren Meinungen und Vorstellungen zur Zukunft ihrer Region in einem Workshop-Charakter abzufragen. Auf diesem Meinungsbild aufbauend wird in enger Abstimmung mit der Lenkungsgruppe der „Zenngrund Allianz“ ein Leitbild für das Entwicklungskonzept herausgearbeitet. Dieses gibt sowohl die Identität der Region, als auch ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Regionen wider und stellt grundsätzliche Entwicklungsrichtungen und -tendenzen dar. Diesem abstrakten Leitbild werden thematische Handlungsfelder zugeordnet und konkrete Projektideen mit den Bürgern erarbeitet.

Mit der Zusammenfassung des Entwicklungskonzepts in einem Bericht, werden zum einen die inhaltlichen Ergebnisse aufbereitet und zum anderen eine Umsetzungsstrategie dargestellt.

Die Abschlussphase dient dazu, das ILEK und die weiteren Umsetzungsschritte mit den Bürgern abzustimmen und in den Gremien der einzelnen beteiligten Kommunen zu verabschieden.